Aktuelle Forschungsprojekte
Funktionelle und strukturelle Analyse des
Ubiquitin-Proteasomsystems
Der gerichtete Abbau von Proteinen durch das Ubiquitin-Proteasomsystem (UPS) spielt eine zentrale Rolle bei der Kontrolle einer Vielzahl von zellulären Vorgängen.
Genannt seien hier u.a. Zellzyklus, Zellteilung, Apoptose, die Transkriptionsaktivierung, Rezeptor-abhängige Signaltransduktionswege so wie embryonale Entwicklungs- und Differenzierungsprozesse.
Darüber hinaus werden fehlerhafte Proteine, die für die Zelle potentiell toxisch sind, durch schnellen Abbau eliminiert. Die zentrale regulatorische Rolle der Proteolyse für zellregulatorische
Prozesse bedeutet allerdings auch, dass Fehlsteuerungen im proteolytischen System eines Organismus pathologische Folgen haben. Genannt seien hier nur neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson,
persistierende Infektionen, chronische Entzündungen oder die Entstehung von Tumoren. Unsere Arbeitsgruppe untersucht in ihren Forschungsprojekten unterschiedliche Aspekte des Ubiquitin-Proteasomsystems
auf molekularer und biochemischer Ebene. Im Zentrum dieser Untersuchungen steht dabei die Analyse der Struktur-Funktions–Beziehungen innerhalb des UPS in nicht pathologischen und pathologischen Situationen.